Pressemitteilung

26/2016/55/L
Fürth, den 10. Februar 2016

1,2 Mio. Unternehmen in Bayern im Jahr 2011 umsatzsteuerlich veranlagt

Fast die Hälfte der Unternehmen erwirtschaftete Umsätze von bis zu 17500 Euro

Im Jahr 2011 gab es in Bayern rund 1,2 Millionen Unternehmen, die zur Umsatzsteuer veranlagt wurden. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anhand der Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik (Veranlagungen) weiter mitteilt, erzielten diese Unternehmen einen steuerbaren Umsatz aus Lieferungen und Leistungen von über 972 Milliarden Euro (+8,4 Prozent ggü. 2010). Kleine Unternehmen, die Umsätze bis einschließlich 17 500 Euro erwirtschafteten, machten 44,5 Prozent aller Unternehmen in Bayern aus. Auf sie entfielen 0,2 Prozent aller Umsätze. Der umsatzstärkste Wirtschaftsbereich war mit einem Umsatz von 369 Milliarden Euro wie im Vorjahr das Verarbeitende Gewerbe.

Mit 1 204 956 zur Umsatzsteuer veranlagten Unternehmen im Jahr 2011 stieg deren Zahl um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik aufgrund der Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik (Veranlagungen) weiter mitteilt, erzielten diese Unternehmen steuerbare Umsätze aus Lieferungen und Leistungen von über 972 Milliarden Euro (ggü. 2010: +8,4 Prozent). Der durchschnittliche Umsatz je Unternehmen betrug 807 000 Euro.

Berechnungsgrundlage für die Umsatzsteuer sind die steuerbaren Umsätze, die neben den Umsätzen aus Lieferungen und Leistungen auch die innergemeinschaftlichen Erwerbe umfassen. Letztere betrugen 82 Milliarden Euro (+11,6 Prozent), so dass die steuerbaren Umsätze im Jahr 2011 mit 1,05 Billionen Euro (+8,6 Prozent) die Billionen-Grenze überschritten haben. Nach Verrechnung der abziehbaren Vorsteuerbeträge lagen die Einnahmen des Fiskus aus den abgeführten Umsatzsteuerzahlungen 2011 bei fast 19,8 Milliarden Euro.

Die knapp 536 000 kleinen Unternehmen, die bis einschließlich 17 500 Euro Umsatz aus Lieferungen und Leistungen erzielten, machten 44,5 Prozent aller steuerpflichtigen Unternehmen in Bayern aus. Allerdings erwirtschafteten diese Unternehmen nur 0,2 Prozent der gesamten Lieferungen und Leistungen. Über ein Drittel dieser Unternehmen war im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) tätig. Die wenigsten Kleinunternehmen waren im Wirtschaftsbereich „Finanz- und Versicherungsdienstleister“ zu finden (1,9 Prozent).

Bezogen auf die Gesamtheit aller Unternehmen war der umsatzstärkste Wirtschaftsbereich mit einem Anteil von 38 Prozent weiterhin das Verarbeitende Gewerbe, das seine Umsatzanteile gegenüber 2010 um 1,2 Prozent leicht steigern konnte. 25,8 Prozent aller Umsätze wurden von den 184 784 Handelsunternehmen (15,3 Prozent) erwirtschaftet. Der durchschnittliche Umsatz je Unternehmen betrug im Verarbeitenden Gewerbe 6,2 Millionen Euro, bei den Handelsunternehmen 1,4 Millionen Euro.

Als Ergänzung zur Umsatzsteuerstatistik der Voranmeldungen wird die Umsatzsteuerstatistik der Veranlagungen (Jahreserklärungen) durchgeführt. Diese enthält – anders als die Umsatzsteuerstatistik der Voranmeldungen, welche nur die monatlichen bzw. vierteljährlichen Voranmeldungen der Unternehmen mit einem Umsatz über 17 500 Euro im Jahr erfasst - zudem Jahreszahler und Kleinunternehmer.

Die Umsatzsteuererklärung der Veranlagungen erfasst alle Unternehmen, die im Berichtsjahr gesetzlich verpflichtet waren, Umsatzsteuererklärungen abzugeben und deren Steuerfestsetzung bis zum Ende des dritten auf das Berichtsjahr folgenden Jahres stattgefunden hat. Dazu zählen auch Unternehmen mit einem Umsatz von Null oder mit negativen Umsätzen.

Eine frühzeitigere Veröffentlichung der Ergebnisse ist nicht sinnvoll, da das Berichtsjahr aufgrund der Abgabefristen für Steuererklärungen hier nur eingeschränkt abgebildet werden könnte.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Umsätze und ihre Besteuerung (Umsatzsteuer-Veranlagungen) in Bayern 2011“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).