Gesundheitswesen
Von der amtlichen Statistik werden im medizinischen Bereich Krankenhausdaten sowie Daten der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen und die Daten zu den Todesursachen erhoben.
Weitere Statistiken aus dem Gesundheitsbereich werden beispielsweise vom Robert Koch Institut oder vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bereitgestellt.
Krankenhausstatistik
Daten zum Themenbereich „Gesundheitswesen“ werden u.a. im Rahmen der Krankenhausstatistik erhoben. Die Krankenhausstatistik wird jährlich als Totalerhebung der Krankenhäuser sowie Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, ihrer organisatorischen Einheiten, personellen und sachlichen Ausstattung sowie der von ihnen erbrachten Leistungen durchgeführt.
Maßgeblich für die statistische Erfassung einer Einrichtung ist die Wirtschaftseinheit. Darunter wird jede organisatorische Einheit verstanden, die unter einheitlicher Verwaltung steht und für die auf Grundlage der kaufmännischen Buchführung ein Jahresabschluss erstellt wird.
Ein Krankenhaus als Wirtschaftseinheit kann zudem mehrere selbständig geleitete Fachabteilungen oder Fachkliniken umfassen. Krankenhäuser, die innerhalb des Erhebungsjahres oder zwischen dem Erhebungsstichtag und dem Meldetermin schließen, können in der Statistik eventuell nicht erfasst werden.
Das Erhebungsprogramm zur Krankenhausstatistik umfasst drei Teile:
Teil I: Grunddaten
Teil II: Diagnosen
Teil III: Kostennachweis
Die Träger der Krankenhäuser sind für alle Teile auskunftspflichtig. Die Träger der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind nur für die Grunddaten auskunftspflichtig, Einrichtungen mit mehr als 100 aufgestellten Betten müssen auch Daten zu den Diagnosen liefern.
Grunddaten
In den Grunddaten werden die sachliche und personelle Ausstattung, wie Betten, medizinische Großgeräte, ärztliches und nichtärztliches Personal der Krankenhäuser und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie ihrer organisatorischen Einheiten (Fachabteilungen) statistisch abgebildet.
Diagnosen
Zu den patientenbezogenen Merkmalen, den Diagnosedaten, gehören u. a. Hauptdiagnose, Alter, Geschlecht, Behandlungsort, Wohnort und die Fachabteilung, in der die Patientin oder der Patient am längsten gelegen hat.
Kostennachweis
Die Erhebung der Kostendaten ist an den Kontenrahmen der Krankenhausbuchführungsverordnung (KHBV) angepasst. Die Ermittlung erfolgt nach dem Bruttokostenprinzip, d. h. es sind auch Kosten für nicht-pflegesatzfähige/nicht-stationäre Leistungen des Krankenhauses enthalten, wodurch ein direkter Übertrag aus der Buchführung möglich ist.
-
Grunddaten der Krankenhäuser
-
Kosten der Krankenhäuser
-
Diagnosen der Krankenhauspatienten
-
Grunddaten der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
-
Entwicklung der Krankenhausdaten in Bayern
-
Stationäre Behandlungen in bayerischen Krankenhäusern
-
Aus Krankenhäusern entlassene Patienten in Bayern nach Altersgruppen und Diagnosen
-
Durchschnittliche Verweildauer der Patienten in bayerischen Krankenhäusern nach Altersgruppen und Geschlecht
Statistische Berichte
Todesursachenstatistik
Die Todesursachenstatistik ist die elementare Grundlage zur Ermittlung wichtiger Gesundheitsindikatoren wie Sterbeziffern, verlorene Lebensjahre und vermeidbare Sterbefälle.
-
WISTA 04/2021: Neue Monatsberichte der TU
-
Bayern in Zahlen (01/2020): Von der Todesbescheinigung zur Todesursachenstatistik
-
Bundesgesundheitsblatt (12/ 2019): Einfluss methodischer Veränderungen auf die unikausale Todesursachenstatistik
-
Bayern in Zahlen (01/2017: Sterblichkeit und Todesursachen in Bayern 2015
Durch diese Statistik ist eine fundierte Todesursachenforschung möglich,
die regionale Besonderheiten der todesursachenspezifischen Sterblichkeit und ihre
Veränderung im Laufe der Zeit untersucht. Aus den Ergebnissen werden Handlungs-empfehlungen und Strategien z. B. für die epidemiologische Forschung, den Bereich der Prävention und die Gesundheitspolitik abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.
Ausgewertet werden die für die Todesursachenstatistik vorgesehenen Teile der Todesbescheinigung.
