Wahlsystem und Wahlgebiet

Das Wahlsystem zum bayerischen Landtag entspricht einer personalisierten Verhältniswahl mit offenen Listen. Es verfolgt als gemischtes Wahlsystem zwei Repräsentationsziele: die getreue Abbildung der Wählerschaft auf Regierungsbezirksebene und die Bestimmung des jeweiligen Repräsentanten eines Stimmkreises. Ersteres wird darüber erreicht, dass das Gesamtsitzkontingent einer Partei auf Regierungsbezirksebene nach dem Prinzip der Verhältniswahl bestimmt wird; Zweiteres dadurch, dass einzelne Kandidaten nach dem Prinzip der relativen Mehrheitswahl in Einerstimmkreisen direkt gewählt werden.

Insgesamt sind für eine Legislaturperiode von 5 Jahren regulär 180 Sitze im Parlament zu vergeben, wobei ungefähr die Hälfte direkt aus den Stimmkreisen besetzt wird (Direktmandate), der Rest aus den Kandidatenlisten der Parteien (Listenmandate). Entsprechend hat jeder Wähler zwei Stimmen: die Erststimme für den Direktkandidaten, die Zweitstimme für einen Listenbewerber einer Partei. Die entscheidenden Systemelemente, die die Umsetzung von Wählerpräferenzen in Stimmen und von Wählerstimmen in Mandate bedingen, sind dabei die Einteilung des Wahlgebiets in Wahl- und Stimmkreise sowie das verwendete Sitzzuteilungsverfahren.

Weiterführende Informationen

Unterteilung des Wahlgebiets