Pressemitteilung

300/2017/42/A
Fürth, den 4. Dezember 2017

Gut zwei Drittel der Berufspendler in Bayern fahren mit dem Auto

Drei Viertel der Pendler erreichen ihren Arbeitsplatz in weniger als 30 Minuten

Im Jahr 2016 benötigten in Bayern rund 24 Prozent der Erwerbstätigen weniger als zehn Minuten und 50 Prozent zwischen zehn und unter 30 Minuten für den einfachen Weg von der Wohnung zur Arbeitsstelle. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, nutzten etwa zwei von drei Berufstätigen das Auto, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Männer waren hierbei häufiger mit dem PKW unterwegs als Frauen (72 Prozent gegenüber 66 Prozent). Rund 13 Prozent der Erwerbstätigen nutzten überwiegend die öffentlichen Verkehrsmittel, acht Prozent gingen zu Fuß und weitere acht Prozent wählten das Fahrrad. Fast jeder zweite Erwerbstätige in Bayern arbeitete in seiner Wohngemeinde.

Im Rahmen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, werden im vierjährigen Abstand auch Angaben zum Pendlerverhalten erhoben. Nach den Ergebnissen der letzten Zusatzerhebung erreichte in Bayern im Jahr 2016 rund ein Viertel (24 Prozent) der Pendlerinnen und Pendler in weniger als zehn Minuten den Arbeitsplatz, die Hälfte (50 Prozent) benötigte zehn bis unter 30 Minuten.

Etwa 21 Prozent waren 30 bis unter 60 Minuten und gut vier Prozent mehr als eine Stunde unterwegs. Erwerbstätige Personen, deren Arbeitsstätte auf dem Wohngrundstück lag oder ständig wechselte sowie Pendler ohne Angaben zum Zeitaufwand werden an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Der PKW war bei fast 69 Prozent der bayerischen Erwerbstätigen die erste Wahl als Verkehrsmittel für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Rund 65 Prozent fuhren mit dem eigenen PKW zur Arbeit und knapp vier Prozent waren in Fahrgemeinschaften als Mitfahrer unterwegs. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangten 13 Prozent der Pendler zu ihrer Arbeitsstelle, gut acht Prozent gingen zu Fuß und weitere acht Prozent benutzten überwiegend das Fahrrad bzw. Elektrofahrrad.

Hinsichtlich der Bedeutung verschiedener Verkehrsmittel für die längste Wegstrecke zur Arbeit waren zwischen Frauen und Männern einige Unterschiede zu erkennen. Berufstätige Frauen nutzten häufiger öffentliche Verkehrsmittel (15 Prozent) als Männer (zwölf Prozent) und auch mit dem (Elektro-)Fahrrad oder zu Fuß waren sie häufiger zur Arbeit unterwegs (18 Prozent gegenüber 15 Prozent). Bei der PKW-Nutzung dominierten hingegen die Männer.Während rund 72 Prozent der Pendler mit dem Auto zur Arbeit fuhren, lag der entsprechende Anteil bei den Pendlerinnen bei knapp 66 Prozent.

Insgesamt hatte fast die Hälfte der Erwerbstätigen (knapp 47 Prozent) ihren Arbeitsplatz innerhalb ihrer Wohngemeinde. Weitere rund 51 Prozent pendelten innerhalb Bayerns zwischen Wohn- und Arbeitsort und gut zwei Prozent verließen täglich den Freistaat, um in einem anderen Bundesland oder im Ausland ihrem Beruf nachzugehen.

 

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Erwerbstätige sowie Schüler und Studierende nach Pendlereigenschaften in Bayern 2016“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).