Pressemitteilung

170/2018/36/Q
Fürth, den 10. Juli 2018

Betrieblicher Frischwasserverbrauch lag in Bayern 2016 bei rund 2,09 Milliarden Kubikmetern

Rund 59 Prozent des in bayerischen Betrieben eingesetzten Frischwassers wurden in der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung genutzt

Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik lag das Wasseraufkommen im Rahmen der nichtöffentlichen Wasserversorgung in Bayern im Jahr 2016 bei rund 2 249 Millionen m³; rund 57 Prozent dieser Menge wurde im Bereich der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung eingesetzt. – Die von den befragten Betrieben im Jahr 2016 ein- und weitergeleitete Abwassermenge lag insgesamt bei rund 1 936 Millionen m³. Knapp 1 604 Millionen m³ Abwasser wurden direkt und ohne vorherige Behandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen in ein Oberflächengewässer oder den Untergrund eingeleitet, darunter ca. 1 456 Millionen m3 Kühlwasser.

Im Jahr 2016 lag das Wasseraufkommen in der nichtöffentlichen bzw. betrieblichen Wasserversorgung in Bayern nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik bei insgesamt rund 2 249 Millionen m³. Der überwiegende Teil davon, nämlich gut 2 044 Millionen m³, wurde von den befragten Betrieben selbst gewonnen, darunter rund 1 641 Millionen m³ aus Oberflächengewässern. Den Rest von gut 204 Millionen m³ bezogen sie aus dem öffentlichen Netz bzw. von anderen Betrieben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden 2016 insgesamt knapp 2 087 Millionen m³ Frischwasser – das sind rund 93 Prozent des Gesamtwasseraufkommens im nichtöffentlichen Bereich - in den befragten Betrieben selbst eingesetzt, und zwar überwiegend zu Kühlzwecken. Die übrigen sieben Prozent wurden ungenutzt ab- oder weitergeleitet. Rund 1 233 Millionen m³, mit 59 Prozent der größte Anteil des in den befragten Betrieben eingesetzten Frischwassers, entfiel auf den Bereich der Elektrizitäts- und Wärmeversorgung, knapp 761 Millionen m³ auf die verschiedenen Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes, darunter gut 370 Millionen m³ auf die chemische Industrie und weitere knapp 100 Millionen m³ auf die Papierindustrie.

Die bei den befragten Betrieben nach der Nutzung angefallene Abwassermenge lag im Jahr 2016 bei rund 1 936 Millionen m³. Ca. 1 604 Millionen m³ wurden direkt und ohne vorherige Behandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen in ein Oberflächengewässer oder den Untergrund eingeleitet, davon rund 1 456 Millionen m³ (91 Prozent) Kühlwasser. Gut 124 Millionen m³ Abwasser wurden in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen behandelt, gut 132 Millionen m³ Abwasser wurden zunächst an andere Betriebe weitergeleitet und knapp 75 Millionen m³ gingen ohne Vorbehandlung in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen in die öffentliche Kanalisation bzw. in öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen.

In den betrieblichen Kläranlagen mit biologischer Abwasserbehandlung fielen gut 93 000 tTM (Tonnen Trockenmasse) Klärschlamm an, darunter wurden knapp 39 000 tTM (42 Prozent) stofflich verwertet und knapp 54 000 tTM (58 Prozent) wurden thermisch entsorgt.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Nichtöffentliche Wasserversorgung und nichtöffentliche Abwasserentsorgung in Bayern 2016 (Bestellnummer: Q1200 201651). Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).