Pressemitteilung

191/2021/53/J
Fürth, den 9. Juli 2021

1,8 Millionen Personen im Jahr 2019 im bayerischen Dienstleistungssektor tätig

Gesamtumsatz deutlich im Plus

Im Jahr 2019 bestanden 211 000 Rechtliche Einheiten¹) oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit im Dienstleistungssektor in Bayern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den hochgerechneten Ergebnissen der „Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich“²) weiter mitteilt, waren in diesen Rechtlichen Einheiten oder Einrichtungen über 1,8 Millionen Personen tätig. Der Gesamtumsatz lag bei 255,0 Milliarden Euro.

Ende Dezember 2019 gab es im Dienstleistungsbereich in Bayern hochgerechnet 211 000 Rechtliche Einheiten¹) oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den vorliegenden Ergebnissen der „Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich“²) weiter berichtet, nahm ihre Zahl gegenüber dem Jahr 2018 um 5,1 Prozent ab.

Zum Stichtag 30.09.2019 beschäftigten die Rechtlichen Einheiten oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit im Dienstleistungsbereich über 1,8 Millionen Personen, dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 2,7 Prozent. 31,2 Prozent der tätigen Personen entfielen auf den Abschnitt „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“, 30,2 Prozent auf den Wirtschaftsabschnitt „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“, 17,3 Prozent auf den Abschnitt „Verkehr und Lagerei“, 15,5 Prozent auf den Abschnitt „Information und Kommunikation“, 5,3 Prozent auf den Abschnitt „Grundstücks- und Wohnungswesen“ und 0,5 Prozent auf die Wirtschaftsabteilung „Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern“.

Die Bruttoentgelte im Dienstleistungsbereich in Bayern lagen im Jahr 2019 bei knapp 59,8 Milliarden Euro (+5,1 Prozent).

Der Dienstleistungssektor in Bayern erwirtschaftete im Jahr 2019 einen Gesamtumsatz von rund 255,0 Milliarden Euro (+6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). 31,3 Prozent des Gesamtumsatzes wurden im Wirtschaftsabschnitt „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (79,9 Milliarden Euro, +1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) erzielt und 25,1 Prozent im Abschnitt „Information und Kommunikation“ (64,1 Milliarden Euro, +2,0 Prozent). 18,9 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf den Abschnitt „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (48,3 Milliarden Euro, +22,3 Prozent), 14,4 Prozent auf den Abschnitt „Verkehr und Lagerei“ (36,7 Milliarden Euro, +8,1 Prozent), 10,0 Prozent auf den Abschnitt „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (25,5 Milliarden Euro, +3,4 Prozent) und 0,3 Prozent auf die Wirtschaftsabteilung „Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern “ (0,7 Milliarden Euro, -1,0 Prozent).

Die Bruttowertschöpfung des bayerischen Dienstleistungsbereichs lag im Jahr 2019 bei fast 113,2 Milliarden Euro, dies sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 12,0 Prozent auf gut 33,4 Milliarden Euro.
 

Hinweis:

¹) Kleinste Rechtliche Einheit, die aus handels- und / oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt.

²) Die Statistik umfasst jährliche Erhebungen, die als Stichprobe bei höchstens 15 Prozent aller Erhebungseinheiten in den Abschnitten H – „Verkehr und Lagerei“, J – „Information und Kommunikation“, L – „Grundstücks- und Wohnungswesen“, M – „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“, N – „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ sowie in der Abteilung 95 des Abschnitts S – „Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern“ der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 durchgeführt werden.

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Struktur des bayerischen Dienstleistungssektors 2019“ (Bestellnummer: J1100C 201900). Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (0911 98208-6311) oder Fax (0911 98208-6638).