Pressemitteilung zum Verbraucherpreisindex
Fürth, den 30. Juni 2026
Inflation in Bayern liegt im Juni 2026 bei 2,5 Prozent
Verbraucherpreisindex sinkt um 0,2 Prozent im Vergleich zum Mai 2026
Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent. Damit liegt die Inflationsrate im Juni 2026 geringfügig unter der Inflationsrate des Vormonats Mai (2,6 Prozent), bleibt aber weiterhin über dem
2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank. Nahrungsmittel kosten im Vorjahresvergleich 0,7 Prozent mehr. Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 sinkt der Verbraucherpreisindex im Juni 2026 um 0,2 Prozent. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent günstiger, die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) sinken ebenfalls, und zwar um 1,6 Prozent. Die Preise für Kraftstoffe sinken im Juni 2026 im Vormonatsvergleich um 3,1 Prozent.
Inflationsrate im Juni
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Juni 2026 bei 2,5 Prozent. Im Vergleich zum Mai 2026 sinkt der Verbraucherpreisindex um 0,2 Prozent.
Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,4 Prozent und liegt damit im Juni 2026 leicht unter der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat Mai 2026 sinkt die Kerninflation um 0,1 Prozent.
Nahrungsmittel: Grundnahrungsmittel wie Brot und Brötchen, Fleisch und Fleischwaren sowie Obst und auch Gemüse werden teurer
Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 sinken die Preise für Nahrungsmittel um 0,7 Prozent. Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Juni 2026 die Preise um
0,7 Prozent. Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+5,0 Prozent), Brot und Brötchen (+4,0 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+1,0 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer, auch Obst (+1,8 Prozent) und Gemüse (+1,9 Prozent) werden teurer. Die Preise für Kaffee und Ähnliches steigen im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent, wobei sie im Vergleich zum Vormonat um -1,8 Prozent rückläufig sind. Molkereiprodukte und Eier hingegen können um 3,5 Prozent günstiger bezogen werden. Wie schon in den Vormonaten sinken auch die Verbraucherpreise für Butter (-27,3 Prozent) sowie Olivenöl (-4,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr spürbar. Hier macht sich weiterhin ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahr zum Teil stark gestiegen waren.
Tanken wird im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent günstiger; im Vorjahresvergleich jedoch deutliche Preissteigerungen bei Kraftstoffen (+14,1 Prozent)
Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) sinken im Vergleich zum Mai 2026 um 1,6 Prozent. An der Zapfsäule wird es für die Verbraucherinnen und Verbraucher im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat um 3,1 Prozent günstiger, die Preise für Leichtes Heizöl sinken gar um 6,4 Prozent. Auch die Preise für Strom (-0,2 Prozent) sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (-0,3 Prozent) sind aktuell rückläufig. Für Erdgas steigen die Preise im Juni 2026 um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
Im Vergleich zum Juni 2025 hingegen liegen die Preise für Energie im Juni 2026 um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit einem Plus von 30,0 Prozent steigt dabei vor allem der Preis für Leichtes Heizöl deutlich. Auch die Kraftstoffpreise sind im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat stark gestiegen (+14,1 Prozent). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich teurer (+23,3 Prozent).
Strom (-6,4 Prozent) und Erdgas (-4,1 Prozent) können dagegen günstiger bezogen werden.
Preise für Heizöl steigen seit 2020 am stärksten (+130,2 Prozent)
Insbesondere in der langfristigen Betrachtung wird deutlich, wie stark und vor allem wie unterschiedlich sich die Energiepreise entwickelt haben: Gegenüber den Durchschnittspreisen des Jahres 2020, dem Basisjahr der Verbraucherpreisstatistik, sind die Preise für Erdgas (+81,0 Prozent) sowie Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe (+60,9 Prozent) deutlich gestiegen. Die Preise für Kraftstoffe haben sich seit dem Basisjahr um 53,6 Prozent erhöht.
Am stärksten sind die Preise für Heizöl gestiegen (+130,2 Prozent). Für Strom hingegen liegt die Preissteigerung lediglich bei 13,3 Prozent. Insgesamt sind die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) seit dem Jahr 2020 um 45,9 Prozent gestiegen.
Wohnungsmieten – Preissteigerungen unter der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die tatsächlichen Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Juni 2026 um 2,1 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.
Hinweise:
Die Ergebnisse für Juni 2026 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 06. Juli 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse unter:
https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.
Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.
Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten. Bei den Mieten werden in der Verbraucherpreisstatistik Neu- und Bestandsmieten repräsentativ erhoben.
Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:„Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis Juni 2026 mit Gliederung nach Haupt-und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2026 06).
Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden:
Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik: 61111.
